Zu der Bilderserie „Bahnhöfe aus alten Zeiten“... Die alten Bilder und die folgenden Informationen erhielt ich von Herrn Harald Lassen aus Hamburg und ich gebe sie auf diesem Wege dankend weiter.
Die Südstrecke der Flensburger Kleinbahn wurde am 12. Dezember 1901 und 1902 zwischen Flensburg, Satrup und Rundhof eröffnet. Eingestellt wurde der Fahrbetrieb Ende Oktober 1938 und die Gleise abgebaut.
Diese Streckenführung begann, wie die Streckenführung Flensburg nach Kappeln seit 1886, 1901 im damaligen Flensburger Staatsbahnhof, dem heutigen ZOB. Im Lautrupsbachtal hinter dem damaligen Güterbahnhof trennten sich beide Strecken.
Die Südstrecke überquerte bei Tarup die Kieler Eisenbahn, dann führten die Gleise zu den malerischen Bahnstationen und auch Bahnhöfen Tastrup, Hürup, Freienwill, Kleinsolt, Mühlenbrück, Bistoft, Obdrup nach Satrup. Hier bestand eine Umsteigemöglichkeit in die Schleswiger Kreisbahn in Richtung Schleswig.
Von Satrup aus ging die Fahrt über die Ortschaften Groß Rüde, Klein Rüde, Mühlenholz und Südensee nach dem Kreisbahnhof Sörup. Von Sörup ging die Fahrt weiter über die Ortschaften Schauby, Möllmark, Sterupbek, Sterup, Jordan, Grünholz, Brunsholm, Schorrehy, Wippendorf und Vaskos nach dem Bahnhof Rundhof, wo ein Umsteigen in die Kleinbahnzüge der Nordstrecke Flensburg – Kappeln bestand.
Die Bahnstationen der Nordstrecke waren bis 1953: Engelsby, Kauslund, Wees, Rothenhaus, vorbei an dem malerischen Schloss Glücksburg, der Bahnhof Glücksburg, Rüde, Ringsberg, Langballig, Streichmühle, Dollerup, Nübelfeld mit der Laderampe für Viehtransporte, Steinbergkirche, Steinberg, Niesgrau, Stausmark, Rundhof, Lehbek, Gelting, Stenderup, Schwackendorf, Rabel und Grimsnis.Der nächste und letzte Bahnhof war Kappeln am Nordhafen. Hier bestanden die Umsteigemöglichkeiten in die Kleinbahnen nach Schleswig und Eckernförde.
An diesen früheren Kleinbahnstrecken gibt es noch eine Vielzahl von Gebäuden, welche an die Kleinbahnzeit erinnern. Alles ist nun schon 70 Jahre her. Meiner Bitte dankend folgend, ist es dem doch sehr heimatverbundenen Mitbürger und Hobbyfotografen Fritz Wissemborski aus Freienwill gelungen, eine Gegenüberstellung der ehemaligen Bahnhöfe und -stationen von alters her und den Häusern und Gaststätten neuerer Zeit zu machen.
Harald Lassen im März 2008 | |